Besucht am 11.01.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 26 EUR
So langsam verliere ich den Überblick. Und dabei fing alles so harmlos an. Vor etwa zehn Jahren war die Welt eines „Fastfood-Junkies“ noch scheinbar in Ordnung. Der Schnell-Fleischesser mit Menü-Affinität hatte die Auswahl zwischen dem goldenen M und dem Buletten König. Beides stabile, wenn auch spätestens seit dem filmischen Super-Size-Me-Selbstversuch von 2004 etwas in Verruf geratene Franchise-Größen, die man kurz vorm Hungertod oder vorm alternativen Biss in den Döner hin und wieder mal aufsuchte – wenn auch nicht selten mit dem schlechten Gewissen, wieder einmal in die Gesundheitsfalle zweit- oder drittklassiger Convenience-Nahrung getappt zu sein.
Doch dann setzte der Health-Boom, von vielen heute noch als „veganer Wahnsinn“ bezeichnet, ein und brachte einen immer noch andauernden Wandel unserer komplett langweiligen, total antiquierten Fastfood-Kultur mit sich. Street Food klang ja auch viel abenteuerlicher als sein auf Schnelligkeit reduzierter „Vorfahre“ und war plötzlich in aller Munde. „Pulled Pork“, „Dumplings“ und avantgardistisch anmutende Kreationen wie der „Chimichurri-Peanutbutter-Bergkäse-Bacon-Burger“ wurden aus umgebauten Kleintransportern, den sogenannten „Food-Trucks“, für die in der Schlange wartenden, manchmal auch leer ausgehenden „Slow-Foodies“ frisch zubereitet. Da war der Unterschied zu den üblichen Verdächtigen aus dem aufklappbaren Pappquader natürlich sofort schmeck- und auch sichtbar.
Die ersten Rauchzeichen einer kulinarischen Revolution der deutschen Imbisslandschaft entwichen aromatisch ihren Smokern und brachten etwas ins Rollen, was sich auch auf die Gastroszene erheblich auswirken sollte. So schossen in den letzten zehn Jahren eine ganze Reihe von Burgerläden bzw. -ketten aus ökologisch bewirtschaftetem Boden. „Bio“, „regional“ und „nachhaltig“ wurden zu den kulinarischen Hauptargumenten der neuen „Burger-Initiative“. Buletten aus minderwertigem Fleisch verschwanden in die tiefgekühlten Abgründe der Systemgastronomie. Ein neues Qualitätsdenken hatte eingesetzt und unserer Definition von Fastfood neuen Anspruch verliehen.
Allein in Karlsruhe kann man bei der Anzahl der neuen „Burgereien“, wie eingangs schon erwähnt, schnell den Überblick verlieren. War das „American Diner“ in Durlach im Jahre 2006 noch allein auf weiter Flur, haben sich mittlerweile kleinere und größere Ketten in der Fächerstadt angesiedelt. „Hans im Glück“, „Bratar“, „Liebesbeef“ und „Charles Oxford“ blasen zur „badischen Burgeroffensive“ und repräsentieren allesamt eine gehobene Imbisskultur, bei der das frisch gewolfte Qualitätsfleisch perfekt gebraten und sehr variantenreich „aufgemotzt“ zwischen Buns vom „Bäcker So-und-so“ platziert wird.
Vom seit Dezember 2015 in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Pizza-Services ansässigen „DeliBurgers“ nahm ich erst vor ein paar Wochen Notiz, als ich zufällig daran vorbei fuhr. In Studentenkreisen gilt der kleine Burgerladen wohl schon länger als Geheimtipp. Nach der guten Erfahrung im „Bratar“ vor knapp zwei Jahren, war es mal wieder an der Zeit, einen neuen Buletten-Betrieb in KA kennen zu lernen.
Es war gegen 14 Uhr als wir durch die Glastür schritten und die Stufen zur etwas erhöht positionierten Bestelltheke mit dahinter liegender Burger-Brat-Küche erklommen. Eine Schiefertafel über dem Tresen verkündet das Speisen- und Getränkeangebot, die junge Dame dahinter erklärte uns „Neulingen“ kurz das System und das lautete hier „Self-Service“. Auf der Holztheke fallen mir gleich ein paar Bierflaschen ins Auge. Zweimal Unbekanntes von Alpirsbacher („KlosterStoff“ und „Kleiner Mönch“…man geht ja mit der Zeit) ein „Naturradler“ von Hochdorfer und – Jubelschrei! – ein „Surfers Ale“ von Hopfmeister (4 Euro), einer Münchner Braumanufaktur, die auch in „Craft“ macht.
Die freundliche Dame, die unsere Bestellung entgegen nahm und sich danach am Grill zu schaffen machte, um unsere „DeliBurgers“ zu braten, erklärte mir, dass ein regelmäßig wechselndes Angebot an Craft Bieren zum Konzept gehöre. Soso. Na dann kann man sich ja hier auf längere Sicht schön durchprobieren. Der freundliche Facebooker würde an dieser Stelle wohl „gefällt mir“ drücken.
Als „Burger-Special“ gab es an diesem Tag den „Krautigen“. Ein 180 g schweres Patty mit Burgersoße und Krautsalat im Brioche-Brötchen für 7,50 Euro. Die Freude einer später hier einkehrenden Mutti über dessen saisonales „Burger-Comeback“ schien echt zu sein. Um die kalten Wintertage besser zu überstehen wird zusätzlich eine heiße Knochenbrühe vom Rind (0,25l für 4 Euro) angeboten. Sonst gibt es hier im Grunde nur Burger und Fritten. Letztere sind hausgeschnitzt und kommen mit selbstgemachten Soßen (z.B. orientalische angehauchtes Ketchup oder Senfmayo) auf den Teller.
Den Jungs und Mädels von „DeliBurgers“ geht es um den reinen, unverfälschten Geschmack. Das schreiben sie sowohl auf ihrer Homepage, als auch auf der ersten Seite der Speisenkarte. Deswegen wird auch alles, was möglich ist, selbst hergestellt. Frisch gewolftes hochwertiges Rindfleisch vom Kultmetzger „Glasstetter“, selbstgestanzte Pommes, eingelegte Zwiebeln und Gurken sowie hausgemachter Eistee unterstreichen den Wunsch nach „pure fresh flavour“.
Das Angebot ist übersichtlich. Fünf verschiedene Burgervarianten stehen zur Auswahl. Die 180 g schweren Pattys kommen entweder „englisch“, „medium“ oder „durch“ vom Grill. Je nach Gusto. Auch ein „Vegetarier“ hat sich zwischen die von der Karlsruher Bäckerei „Reinmuth“ gefertigten Brioche-Brötchen geschlichen. Ich orderte den „Purist“ (Burger ohne alles für 6 Euro) und ließ ihn mit ein paar Scheiben knusprigem Bacon (1 Euro Aufpreis) und eingelegten Gurken (0,50 Euro Aufpreis) zusätzlich bestücken. Der Bacon musste sein, das war ich dem Schinkengott „Glasstetter“ aus Malsch einfach schuldig. Meine Begleitung gelüstete es nach dem „Cheeseburger“ (8 Euro), der mit Schwarzwälder Bio-Käse, Zwiebeln und Gurken veredelt war. Dazu ein paar frische Fritten (3,50 Euro), die inklusive zweier Soßen offeriert wurden. Eine Rhabarberlimo (3 Euro) von der Manufaktur „Proviant“ aus Berlin-Kreuzberg komplettierte unsere Bestellung.
Wir setzten uns an einen der länglichen Holztische, die etwas an Biergarnituren erinnerten. Viel blankes, recht unbehandeltes Holz, das einfach nur lackiert wurde, bot hier die rustikale Unterlage für Teller und Gesäß. Zwei Stehtische waren gleich neben dem Eingang postiert. Auf jedem Tisch befand sich eine kleine Holzkiste mit Servietten, Besteck, Salz & Pfeffer sowie eine fermentierte Chilli-Sauce, die den lustigen Namen „Palzpepper“ trug und vom Pfälzer Kommunalpolitiker und Musiker Andy Becht aus Pfälzer Jalapeños, Chillis, Tomaten und Paprika hergestellt wurde. Ich war erstaunt. Da musste man erst nach Karlsruhe fahren, um so eine sensationell fruchtig-scharfe Chillisauce aus der heimatlichen Pfalz zu entdecken. Sachen gibt’s…
Die Einrichtung des kleinen Burgerladens wirkte sympathisch reduziert. Von der Decke baumelten Glühbirnen mit Lampenschirmen aus einfachen Einmachgläsern. An den Wänden zollte man den Machern der hier verwendeten Produkte eingerahmten Respekt. In Raummitte befand sich ein schlicht in Betongrau gehaltenes Waschbecken mit gebogenem Wasserhahn aus Messing. Den verschmierten Pommes- oder Burgerfingern konnte man hier gleich zu Seife rücken.
Mit Kreide stand an einer Tür geschrieben, dass man hier die Pommes-Portionen eher etwas kleiner hält, um das Wegschmeißen von Lebensmitteln zu minimieren. Ein guter und richtiger Gedanke, zumal man bei Bedarf einen kostenfreien Fritten-Nachschlag bekommt. Uns hat die Portion absolut gereicht. Nach angenehmer Wartezeit konnten wir sie zusammen mit unseren saftigen frisch zubereiteten Medium-Burgern am Tresen abholen.
Schon beim ersten Biss war er da – dieser reine, unverfälschte Fleischgeschmack, den ich in einem solchen Bulettenbröchen amerikanischer Provenienz schon gar nicht mehr vermutete und der schon fast aus meinem kulinarischen Gedächtnis verschwunden war. Zusammen mit dem kross angebratenen Speck, dem Salatblatt und der Gurke war das ein beeindruckendes Geschmackserlebnis, das sich auch gut mit dem Münchner Craft Beer vertrug. Klar wunderte ich mich über die fehlende Tomate, aber die hat nun mal bei uns im Winter keine Saison. Vielleicht liegt sie ja in der wärmeren Jahreszeit zwischen dem Patty und dem herrlich fluffigen Brioche-Bun.
Der Rindfleischsaft aus dem Patty tropfte ein wenig auf unsere frittierten Kartoffelstäbchen, denen man vorher noch nicht einmal die Haut abgezogen hatte. Warum auch? Die schmeckt auch frittiert ganz prima und ich wunderte mich an diesem Nachmittag nicht zum ersten Mal. Wir dippten die „Hausmannspommes“ in die kleinen Soßenschälchen und waren uns einig, dass wir hier noch öfters einkehren werden. Die Portionsgröße des Burgers war absolut ausreichend und wir verließen mit einem sehr angenehmen Bauchgefühl das „DeliBurgers“. Kompliment, Herr Möller, für dieses in sich stimmige Konzept, das mit hochwertigen Produkten aus der Region geschmacklich überzeugen konnte. Gerne wieder.
So langsam verliere ich den Überblick. Und dabei fing alles so harmlos an. Vor etwa zehn Jahren war die Welt eines „Fastfood-Junkies“ noch scheinbar in Ordnung. Der Schnell-Fleischesser mit Menü-Affinität hatte die Auswahl zwischen dem goldenen M und dem Buletten König. Beides stabile, wenn auch spätestens seit dem filmischen Super-Size-Me-Selbstversuch von 2004 etwas in Verruf geratene Franchise-Größen, die man kurz vorm Hungertod oder vorm alternativen Biss in den Döner hin und wieder mal aufsuchte – wenn auch nicht selten mit... mehr lesen
4.5 stars -
"Hochwertige „Homemade-Burger“ und frische Fritten - dazu noch regional und nachhaltig produziert" Ehemalige UserSo langsam verliere ich den Überblick. Und dabei fing alles so harmlos an. Vor etwa zehn Jahren war die Welt eines „Fastfood-Junkies“ noch scheinbar in Ordnung. Der Schnell-Fleischesser mit Menü-Affinität hatte die Auswahl zwischen dem goldenen M und dem Buletten König. Beides stabile, wenn auch spätestens seit dem filmischen Super-Size-Me-Selbstversuch von 2004 etwas in Verruf geratene Franchise-Größen, die man kurz vorm Hungertod oder vorm alternativen Biss in den Döner hin und wieder mal aufsuchte – wenn auch nicht selten mit
Geschrieben am 14.01.2017 2017-01-14| Aktualisiert am
14.01.2017
Besucht am 13.01.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 98 EUR
Gegenüber Hannovers exklusivster Wohnlage (Steuerndieb) befindet sich ein großes Gelände, das ursprünglich einmal das British Military Hospital war. Nach dem Abzug der Briten haben sich nun multiple Unternehmen angesiedelt, z.B. das Cochlear Implant Centrum, ein Altenheim, ein Hospiz, produzierende Firmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister und eben das Ristorante Da Priscilla. Hier kehren die Stadteilbewohner abends ein und die Mütter, die ihre Kinder aus dem Kindergarten abholen, mittags. Abends ist es immer voll in dem Familienbetrieb, und man sieht hier auch viele italienische Familien. Im Sommer kann man auf der großen Veranda den Abend verbringen. Das Restaurant bei Tag
Das Restaurant ist eher nüchtern eingerichtet mit schwarz lackierten Tischen und Holzstühlen. Die Stühle haben eine mittige cremefarbene Polsterung und eine verdammt harte Kante vorn, die z.T. recht angeschlagenen Tische tragen ein eierschalfarbenes über Eck ausgebreitetes Tischtuch. An den Wänden sind Leuchter mit Teelichten untergebracht. Von oben strahlen gelbliche Downlights, nur nicht über uns. Die Fotos sind also verrauscht. Blitzen im Restaurant will ich nicht. Die Seite zur Veranda hin ist großflächig verglast. und in der Dunkelheit
Zum Öffnungszeitpunkt, 18:00 Uhr, wurden wir am Eingang freundlich empfangen von einem akzentfrei deutsch sprechenden jungen Italiener, der uns dann den reservierten Zweiertisch zeigte, die Kerze darauf entzündete und uns auf das Tagesangebot an einer Wand hinwies. Er erkannte uns auch wieder, weil wir hier schon mehrfach Pizza geholt hatten. Dabei werden wir es auch in Zukunft belassen. Der Tisch war eingedeckt mit roten Vliesservietten, einem Veranstaltungshinweis und einer Menagerie mit Balsamico, Olivenöl, Pfeffer- und Salzmühlen. Dazu gesellte sich alsbald eine kleine Tafel mit der Weinempfehlung, die Karten in welliger Klarsichtfolie, die nur Pizza und Pasta enthalten, und eine Flasche San Pellegrino (5,50), das nun einmalig eingeschenkt wurde. Wir nahmen beide je ein Glas Rotwein von der Empfehlungstafel, einen Salice Salentino Riserva zu 9.00 Euro/0,2 l, der uns recht gut schmeckte. Ein Brotkorb kam mit fünf ausgezeichneten Weißbrotscheiben und einem Schälchen gemahlenen Parmesankäses darin. Nun saßen wir da und sahen uns fragend an. Kein Teller, kein Tuning für das Weißbrot? Man verdrückt also das Weißbrot trocken und mit etwas Rotwein im Mund. Geht ja irgendwie. Versuchsweise streute ich etwas Parmesan auf eine Scheibe, stellte aber fest, dass dies keinen Gewinn darstellte. Öl und Balsamico durch die Poren des Weißbrotes auf die Tischdecke zu tropfen, traute ich mich nicht, obwohl ich es gern getan hätte. So muss man die Menagerie sicher sehr selten auffüllen. Unser Tisch
Ein Amuse gueule wäre nett gewesen, war aber nicht vorgesehen. Somit bestellten wir einmal Tortellini in Schinken-Sahne-Soße und ein Carpaccio mit Rucola. Als Hauptgericht sollte es für uns beide argentinisches Rinderfilet mit Spinat sein. Eigentlich gehörte Gorgonzolasoße dazu, die meine Frau aber für sich abbestellte.
Schnell kamen die Tortellini (ganz ordentlich, aber nicht hausgemacht zu 7,50) und mein nicht bestelltes Vitello tonnato zu € 11.-. Ich bedauerte das Fehlen meines Carpaccio di manzo , wollte aber nicht so viel Aufhebens machen und aß, was auf den Tisch kam (blöde Erziehung). Zubereitet war es so, wie ich es gar nicht schätze, Fleisch grau, komplett bedeckt mit der Soße und mit fünf eingeschrumpelten Kapernäpfeln. Verwundert stelle ich fest, dass die Thunfischsoße genau schmeckte wie der Mais-Thunfisch-Salat in meiner Studentenzeit mit Mayonnaise, Ketchup und Senf. Nettes Retro-Erlebnis. Vitello tonnato
Es wurde mehrfach nach unserer Zufriedenheit gefragt und natürlich auch angeboten, mein Vitello tonnato gegen Carpaccio zu tauschen.
Schnell kamen dann unsere Filets (28.-). Da wir nicht nach dem Garungsgrad gefragt worden waren, für uns beide medium rare, was für meine Frau eher grenzwertig ist. Der Spinat schmeckt, als habe man ihn aus dem Toten Meer gezogen und war sehr bissfest. Leider war auch das Rind ein wenig überwürzt. Ich habe die Röstschicht schließlich abgeschnitten und beiseite gelegt, weil hier großzügig grobes Salz und grober Pfeffer anhafteten. Meine Gorgonzola-Soße minderte die Salzigkeit ein wenig und schmeckte recht gut. Da war meine Frau mit dem nackten Fleisch und dem versalzenen Spinat schlechter dran, so dass sie nur die Hälfte ihrer Portion aufaß. Hätten sich ein paar Kartoffeln oder anderes Gemüse auf die Teller verirrt, wäre alles nicht so schlimm gewesen. Eine Soße ganz ohne Ersatz einfach wegzulassen, ist uns auch bisher noch nicht passiert. Selbst ein Fixprodukt aus Tüte oder Tetrapack wäre besser gewesen. Da wir mit Karte nur an der Bar hätten zahlen können und viel lärmende Kinder inzwischen das Restaurant bevölkerten, zahlten wir bar unsere 98 Euro+9.- und suchten das Weite, bzw. die Ruhe. Wir fühlten uns ein wenig wie in der Mercedes-Werbung, wo jemand auf einem lärmerfüllten orientalischen Marktplatz einsteigt, die Tür schließt, der Lärm weg ist und ein leises „zu Hause“ seufzt. Wir mögen keine Kleinkinder am Abend beim Essen, deren einzige Verständigungsmöglichkeit in Schreien und Quietschen besteht. Spanische Kinder im Tiefschlaf gegen Mitternacht stören uns nicht. Rinderfilet/Spinat/Gorgonzola Rinderfilet medium rare
Wir fragten uns, was es wohl ausgemacht hat, dass die Zufriedenheit und das kleine Glücksgefühl fehlte, mit dem wir sonst immer ein Restaurant verlassen. Es waren wohl die vielen unstimmigen Kleinigkeiten und das Gefühl, zu viel bezahlt zu haben.
Später zu Hause aß meine Frau dann noch eine Scheibe Brot. Schade! Ein nettes Restaurant, nur 500m von unserem Haus entfernt, wäre himmlisch.
Nach Küchenreise die 2 (kaum wieder)
Gegenüber Hannovers exklusivster Wohnlage (Steuerndieb) befindet sich ein großes Gelände, das ursprünglich einmal das British Military Hospital war. Nach dem Abzug der Briten haben sich nun multiple Unternehmen angesiedelt, z.B. das Cochlear Implant Centrum, ein Altenheim, ein Hospiz, produzierende Firmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister und eben das Ristorante Da Priscilla. Hier kehren die Stadteilbewohner abends ein und die Mütter, die ihre Kinder aus dem Kindergarten abholen, mittags. Abends ist es immer voll in dem Familienbetrieb, und man sieht hier auch viele italienische... mehr lesen
Bistrorante da Priscilla
Bistrorante da Priscilla€-€€€Restaurant, Bistro, Pizzeria051145913666Gehägestraße 22b, 30655 Hannover
2.5 stars -
"Stadtteilversorgungsitaliener mit Defiziten" Ehemalige UserGegenüber Hannovers exklusivster Wohnlage (Steuerndieb) befindet sich ein großes Gelände, das ursprünglich einmal das British Military Hospital war. Nach dem Abzug der Briten haben sich nun multiple Unternehmen angesiedelt, z.B. das Cochlear Implant Centrum, ein Altenheim, ein Hospiz, produzierende Firmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister und eben das Ristorante Da Priscilla. Hier kehren die Stadteilbewohner abends ein und die Mütter, die ihre Kinder aus dem Kindergarten abholen, mittags. Abends ist es immer voll in dem Familienbetrieb, und man sieht hier auch viele italienische
Geschrieben am 13.01.2017 2017-01-13| Aktualisiert am
14.01.2017
Besucht am 12.01.2017Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 332 EUR
Auf der Schwetziger Straße oder in unmittelbarer Umgebung gibt es für mich mittlerweile eine große Auswahl guter Restaurants. Hahnhof, Costa Smeralda, nicht zu vergessen Doller und nun für mich auch die Pinzgauer Stub'n. Ehrlich gesagt, als nicht Mannheimer erwartet man dies in diesem Stadtteil nicht. Um so wichtiger, hier darauf aufmerksam zu machen.
Achtung, es ist schwierig hier einen Parkplatz in der Nähe zu finden.
Wir hatten rechtzeitig einen Tisch für 5 Personen bestellt, was sich anscheinend als ein Muss herausstellt, denn um 19:30 h war kein Tisch mehr frei! Ein nettes Ambiente, sehr viel Holz und ansprechende Tischdekoration. Die Bedienung, anfangs etwas reserviert, taute mit der Zeit auf und wurde immer aufgelockerter. Es machte nichts, dass wir die letzten Gäste an dem Abend waren. Keine Hektik, keine Aufforderung nun zu bezahlen. Auch nach Ausgleich der Rechnung blieben wir bestimmt noch 15 bis 20 Minuten sitzen!
Ich beziehe mich bei diesen Zeilen ausschließlich im Detail auf mein Essen, wobei ich erwähnen muss, dass alle Gäste 100%ig zufrieden waren. Teilweise auch Fotos von den Speisen der "Mitesser".
Mich liebäugelte die Variation der Gänsestopfleber (EUR 21,00), eine kleine Kugel als cremige Pastete, einmal eine Scheibe aus der Terrine und eine Portion mit Pumpernickel geschichtet. Lecker, schmackhaft. Mit auf dem Teller war ein löffelgroßer Klecks Tatar und auf meine Frage, wie dies denn dazu passen würde kam die Antwort, dass der Koch mir was Gutes tun wollte, weil einer unser Leute das Rindstatar bestellt hatte. OK....naja...
Als Hauptgang wählte ich das Rinderfilet mit Rahmwirsing und Pommes Frites (EUR 35,00). Auch eine Kombination, die ich etwas gewagt finde. Wirsing mit Pommes? Das Fleisch super zart, perfekt auf den Punkt gebraten und ebenso gewürzt. Der Wirsing wirklich cremig und sehr fein geschnitten. Ein paar Pommes habe ich gegessen, aber ehrlich, aus meiner Sicht passen die nicht ganz als Sättigungsbeilage.
Der Wein...eine sehr große Karte mit vielen Weinen aus, natürlich, Österreich. Wir bestellten einen Zweigelt Reserve vom Weingut Bründelmayer aus dem Jahr 2011 und der Bedienung fiel bei der Präsentation vor dem Öffnen auf, das der Jahrgang nicht korrekt ist (2012). Sie prüfte nochmals die Bestände, entschuldigte sich sehr für die nicht korrekte Angabe in der Weinkarte. Wir bleiben bei dem Wein, der sehr trocken und passend zum Rinderfilet war. übrigens wurde mir zu der Lebervorspeise eine gut dazu passende Beerenauslese (kleines Glas zu 9,00 EUR) angeboten und serviert.
Zum Abschluss der viel gelobte Kaiserschmarrn mit Rosinen und Zwetschgenröster, (EUR 8,50) eine Wucht. Nicht zu süß!
Die Auswahl an flüssigem Nachtisch - Digestif - ist ebenfalls riesig. Obstbrände von verschiedenen Brennereien zu unterschiedliche Preisklassen.
Fazit: sehr gut!
Auf der Schwetziger Straße oder in unmittelbarer Umgebung gibt es für mich mittlerweile eine große Auswahl guter Restaurants. Hahnhof, Costa Smeralda, nicht zu vergessen Doller und nun für mich auch die Pinzgauer Stub'n. Ehrlich gesagt, als nicht Mannheimer erwartet man dies in diesem Stadtteil nicht. Um so wichtiger, hier darauf aufmerksam zu machen.
Achtung, es ist schwierig hier einen Parkplatz in der Nähe zu finden.
Wir hatten rechtzeitig einen Tisch für 5 Personen bestellt, was sich anscheinend als ein Muss herausstellt, denn... mehr lesen
Pinzgauer Stub'n
Pinzgauer Stub'n€-€€€Restaurant, Take Away, Weinkeller0621449675Schwetzinger Straße 175, 68165 Mannheim
5.0 stars -
"Perfekte Küche - guter Service - nettes Ambiente" Ehemalige UserAuf der Schwetziger Straße oder in unmittelbarer Umgebung gibt es für mich mittlerweile eine große Auswahl guter Restaurants. Hahnhof, Costa Smeralda, nicht zu vergessen Doller und nun für mich auch die Pinzgauer Stub'n. Ehrlich gesagt, als nicht Mannheimer erwartet man dies in diesem Stadtteil nicht. Um so wichtiger, hier darauf aufmerksam zu machen.
Achtung, es ist schwierig hier einen Parkplatz in der Nähe zu finden.
Wir hatten rechtzeitig einen Tisch für 5 Personen bestellt, was sich anscheinend als ein Muss herausstellt, denn
Besucht am 29.12.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 196 EUR
Apropos Sterne, in den 80er Jahren hatte dieses Lokal mal einen Michelin-Stern, aber damals mit anderen Besitzern. Aber wir können von diesem Abend im Brenner nur schwärmen. Es war der Höhepunkt bei unseren 4-tägigen Berlin-Aufenthalt.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass dem Gast umgehend nach Betreten des Restaurants die Garderobe abgenommen wird. Es folgt die Begleitung zum Tisch. Nach kurzer Zeit die Frage, ob ein Aperitif gewünscht wird, welche wir bejahen, ein sehr feinperliger Hauscocktail mit Sekt und einer Art Cassis. Nicht zu süß! (EUR 8,00).
Wir nutzen die Zeit uns umzuschauen, nicht in die Speisekarte, nein die Räumlichkeiten sind ebenso interessant. Ein alles Haus aus dem 30er Jahren, das Restaurant etwas verwinkelt und mit Nebenraum und Nische. Viel Holz und ein edles Erscheinungsbild im Ganzen.
Nun zu der übersichtlichen Speisekarte, welche als erstes ein Menü Vorschlägt, an diesem Abend ein Trüffelmenü zu (EUR 59,00), welches sofort meiner Frau gefiel und für Sie war die Entscheidung schnell getroffen. Bei der Bestellung erfuhren wir, dass es sich um bulgarischen Trüffel handelt und Bulgarien mittlerweile der größte Exporteur für Trüffel sei. Dies war für uns überraschend und neu. Ich wählte die Vorspeise und den Hauptgang separat. Dazu nach ein paar Zeilen mehr.
Es kam eine Amuse Bouche der Extraklasse, Gruß aus der Küche ist das nicht mehr (siehe Foto). Verschiedene Köstlichkeiten, z. B. kleine Entenragoutklöße oder Tropfen einer Entenpastete sowie eine Thunfischcreme. Ein toller und schmackhafter Gruß, der Einiges erwarten läßt. Und die Optik eine Augenweide...
Nun kam es aber auch zur Weinauswahl und das ist hier ebenfalls ein Kapitel für sich. Das Restaurant ist auch für hervorragende Weine bekannt, seit jeher und es wurden unsere Wünsche erfragt, das Essen berücksichtigt und dann wurden und zwei verschiedene Weine empfohlen, einer davon hochpreisig, den wir sogar probieren konnten, nein, nicht ob er korkig ist, sondern ob er uns zusagt. Wo gibt es so etwas? Es wurde uns versichert, dass es kein Problem sei, den Wein abzulehnen. Aber das war nicht nötig, die Beschreibung des Weines war so perfekt und zutreffend, genau passend und salopp ausgedrückt - eine Wucht! Ein Gran Passion di Bertold (Veneto)
So, nun aber zur Vorspeise. Der erste Trüffelgang Steinpilze mit besagtem Trüffel und Avocado die zu den Pilzen einen leicht säuerlichen Gegensatz bildete.
Ich genoss verschiedene Variationen der ungestraften Gänseleber, zart, geschmackvoll als Gegenpol süße Quitten. Es zerging auf der Zunge!
Der Hauptgang des Trüffelmenüs sprach mich ebenfalls an und so war es auch kein Problem, das Filet vom Charolais Rind zweimal zu bekommen. Geniales Fleisch, beste medium Zubereitung, hervorragend gewürzt. Dazu Blumenkohlpüree mit verschiedenen anderen Gemüsesorten und feinen violetten Kartoffelstreifen. (EUR 29,-- als Einzelbestellung aus dem Menü).
Wie schon in den vorherigen Kritiken unseres Jahresende-Berlin-Aufenthaltes gehen unsere Nachspeisen in verschiedene Richtungen. Meine Frau für fest, ich für flüssig. In dem Menü war ein sehr kräftiger Käse, natürlich mit Trüffel, dabei. Geschmacklich ein krönender Abschluss. Ich wählte eine Himbeere der Extraklasse, super weich, vollmundig und absolut fruchtbetont, allerdings auch mit einem Extra-Preis von EUR 14,--. Naja, er war es wert... ;-)
Ein Wort zur unaufdringlichen Bedienung. Sie war da, wenn man sie brauchte. Sehr gut geschult und jede Frage wurde beantwortet. Wir waren eigentlich soweit, dass wir zahlen wollten und kamen dann mit der Restaurantleiterin ins Gespräch, bedankten uns für das gute Essen, den guten Service und irgendwie kamen wir auf Wintergemüse und den Grünkohl. Stichwort war auf einmal fritierter Grünkohl und nach ein paar Minuten bekamen wir aus der Küche eine kleine Portion zum probieren. Konsistenz wie Kartoffelchips, knackig, toll. Eine aus dem Ärmel gezauberte Zugabe!
Serviert wurde der Grünkohl vom Koch, der sich vorstellte und zu unserer weiteren Überraschung relativ jung ist. Aus dem wird was! Sterneverdächtig....
Apropos Sterne, in den 80er Jahren hatte dieses Lokal mal einen Michelin-Stern, aber damals mit anderen Besitzern. Aber wir können von diesem Abend im Brenner nur schwärmen. Es war der Höhepunkt bei unseren 4-tägigen Berlin-Aufenthalt.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass dem Gast umgehend nach Betreten des Restaurants die Garderobe abgenommen wird. Es folgt die Begleitung zum Tisch. Nach kurzer Zeit die Frage, ob ein Aperitif gewünscht wird, welche wir bejahen, ein sehr feinperliger Hauscocktail mit Sekt und einer Art Cassis. Nicht... mehr lesen
Brenner
Brenner€-€€€Restaurant, Weinkeller030-23624470Regensburger Str.7, 10777 Berlin
5.0 stars -
"Sterneverdächtig! Von Anfang bis Ende ein Wohlfühl-Verwöhnungs-Abend!" Ehemalige UserApropos Sterne, in den 80er Jahren hatte dieses Lokal mal einen Michelin-Stern, aber damals mit anderen Besitzern. Aber wir können von diesem Abend im Brenner nur schwärmen. Es war der Höhepunkt bei unseren 4-tägigen Berlin-Aufenthalt.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass dem Gast umgehend nach Betreten des Restaurants die Garderobe abgenommen wird. Es folgt die Begleitung zum Tisch. Nach kurzer Zeit die Frage, ob ein Aperitif gewünscht wird, welche wir bejahen, ein sehr feinperliger Hauscocktail mit Sekt und einer Art Cassis. Nicht
Geschrieben am 11.01.2017 2017-01-11| Aktualisiert am
11.01.2017
Besucht am 30.12.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 111 EUR
Ich weiß nicht mehr aus welcher Zeitung ich den Tipp für dieses Restaurant gelesen habe, aber es war auf meiner langen Berlin-Liste vorgemerkt. Leider gab es keine Bewertungen auf GG, trotzdem reserviert mit dem Wunsch einen Ecktisch zu bekommen.
Als wir das Lokal von außen sahen, war die erste Frage, ob das wohl eine gute Entscheidung war. Große Leuchtreklame mit Restaurant / Pizzeria und das ein Feinschmeckerlokal? Wir betraten das Restaurant und sofort hatten wir mit "Cheffe" Augenkontakt. Wir wurden nach dem Namen gefragt und geben noch 5 Minuten zu warten, da der Tisch gerade wieder eingedeckt wird. Die Lokalität war total ausgebucht, viel Personal, das sich um die Gäste kümmerte und dann die Überraschung, zwei Gläser Prosecco um die 5 Minuten Wartezeit zu überbrücken! Wir sind doch keine Stammgäste oder Promis...
Und es dauerte noch nicht einmal 5 Minuten und wir bekamen unseren bestellten Ecktisch oder besser gesagt einen Tisch in einer Ecke. Das war eine gute Wahl, denn wie beim "Italiener" üblich stehen einige Tisch enger zusammen.
Eine sehr nette und freundliche junge Dame brachte uns die Speisekarten mit den Worten "Lassen Sie sich ruhig Zeit!" und kurz darauf kam ein Schälchen mit Oliven und Brot.
Es gibt eine umfangreiche Speisekarte Pasta, Pizza, Fleisch und Fisch und dazu noch eine spezielle Wochenkarte.
Meine Vorspeise Prosciutto Melone (EUR 11,00) war normal große Portion, der Schinken sehr mager. Auf dem Teller war noch ein Stück Butter, eher als Garnitur, aber gesalzen und passend zum Brot. Mein bessere Hälfte wählte das Hirschcarpaccio (EUR 18,00), saftig und in der Mitte mit gebratenen Steinpilzen und Trüffeln serviert, dazu ein Stück Zitrone. Die Kombination war fantastisch und sehr schmackhaft.
In der Zwischenzeit hatten wir natürlich unseren Prosecco ausgetrunken und auf Empfehlung der Bedienung wählten wir den Hauswein, der nicht in einer Karaffe kam, sondern ungeöffnet eine Flasche Nero D'avola Sicilia zu EUR 19,00. Trocken und eine gute Empfehlung. Es gibt 20 offene Weine im Angebot! Dazu eine Vielzahl an Flaschenweinen.
Übrigens "Chefs" geht die ganze Zeit durch das Restaurant, nicht aufdringlich oder bestimmend. Erschaut, ob sich seine Gäste wohlfühlen und alles in Ordnung ist. So sieht man nirgends nicht abgeräumte Tische oder leere Gläser. Das Personal ist perfekt!
Nun zur Hauptspeise. Fileto al Pepe (EUR 29,00) 200 gr. argentinisches Filet mit Gemüse, Kartoffeln und eine grünen und cremigen Pfeffersauce. Ich liebe Steaks und noch mehr gutgebratene Steaks! Die Kartoffeln waren sehr kross und die Sauce genial! Eine Portion Tagliatelle mit Sommertrüffeln (EUR 22,50) für meine Frau, sie ist nicht so sehr der Fleischfreund. Auf den Punkt gekochte Nudeln mit ausreichend Trüffel, ebenfalls nichts auszusetzen.
Zum Abschluss eine Panne Cotta sehr ansprechend serviert. Siehe bitte zu allen Gerichten die Bilder!!
Da ich dann nun nicht der süße Typ bin, was Nachtisch anbetrifft, habe ich einen Carlos Primera bestellt und es wunderte mich bei dem guten Service nicht, dass das Glas angewärmt gebracht wurde. Mit EUR 3,00 für den Carlos und EUR 2,-- für den dazugehörigen Espresso kann man mehr als zufrieden sein.
Der Abend fing mit einem Gratisdrink an und hörte ebenso auf (zwei Grappa). Wir werden bestimmt wieder hierher kommen!
Ich weiß nicht mehr aus welcher Zeitung ich den Tipp für dieses Restaurant gelesen habe, aber es war auf meiner langen Berlin-Liste vorgemerkt. Leider gab es keine Bewertungen auf GG, trotzdem reserviert mit dem Wunsch einen Ecktisch zu bekommen.
Als wir das Lokal von außen sahen, war die erste Frage, ob das wohl eine gute Entscheidung war. Große Leuchtreklame mit Restaurant / Pizzeria und das ein Feinschmeckerlokal? Wir betraten das Restaurant und sofort hatten wir mit "Cheffe" Augenkontakt. Wir wurden nach... mehr lesen
Aida
Aida€-€€€Restaurant03031806750Knesebeckstr. 83, 10623 Berlin
4.5 stars -
"Chef hat die volle Übersicht im sehr guten, typisch italienischen Restaurant" Ehemalige UserIch weiß nicht mehr aus welcher Zeitung ich den Tipp für dieses Restaurant gelesen habe, aber es war auf meiner langen Berlin-Liste vorgemerkt. Leider gab es keine Bewertungen auf GG, trotzdem reserviert mit dem Wunsch einen Ecktisch zu bekommen.
Als wir das Lokal von außen sahen, war die erste Frage, ob das wohl eine gute Entscheidung war. Große Leuchtreklame mit Restaurant / Pizzeria und das ein Feinschmeckerlokal? Wir betraten das Restaurant und sofort hatten wir mit "Cheffe" Augenkontakt. Wir wurden nach
Besucht am 30.12.2016Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Zu erst der Hinweis, das der hier abgespeicherte Namen Bier's als Restaurant kaum einer auf dem Ku'damm kennt. Ku'damm 195 oder Curry 195 ist besser.
Dann weitere wichtig, dass hier vor ca. zwei bis drei Jahren der gesamte Komplex total renoviert wurde.
Und schließlich ist die vorhandene Bewertung von 2013 überholt.
Also, eine Pommes oder Currywurst-Bude ist sicherlich kein Sterne-Restaurant, aber es gibt Unterschiede und das ist der Grund, warum ich heute mal eine Pommessbude bewerte! Zu erst die Entscheidung ob mit oder ohne Darm, das ist Ansichtssache und Pommes? Der Berliner an sich ist die Currywurst so, also ohne Pommes, eher dann direkt zwei! Serviert wird diese auf einem Teller mit einem Stück Papier, sicherlich damit nicht überall die Soße überbleibt und das Reinigen einfacher geht. Aber gerade die Soße ist es, die mich hierher treibt. Perfekte Konsistenz, super gewürzt und einfach lecker. Bei mir bleibt die auch nicht auf dem Teller, kein Tropfen.
Und ich bin nicht der Einzige, der zum Ku'damm 195 geht, teilweise gibt es große Warteschlangen. Weniger als 5 Leute vor mir hatte ich noch nie und Silvester habe ich auf der Hacke Kehrt gemacht, 50 Personen standen in eisiger Kälte und warteten... So viele können sich nicht vertun im Geschmack, oder?
Achso, zum Thema genervte Bedienung...wir sind hier in Berlin und das gibt es bekanntlich auch die "Berliner Schnauze", keine Entschuldigung, aber das gehört dazu.
Zu erst der Hinweis, das der hier abgespeicherte Namen Bier's als Restaurant kaum einer auf dem Ku'damm kennt. Ku'damm 195 oder Curry 195 ist besser.
Dann weitere wichtig, dass hier vor ca. zwei bis drei Jahren der gesamte Komplex total renoviert wurde.
Und schließlich ist die vorhandene Bewertung von 2013 überholt.
Also, eine Pommes oder Currywurst-Bude ist sicherlich kein Sterne-Restaurant, aber es gibt Unterschiede und das ist der Grund, warum ich heute mal eine Pommessbude bewerte! Zu erst die Entscheidung ob mit oder... mehr lesen
BIER‘S KUDAMM 195
BIER‘S KUDAMM 195€-€€€Imbiss, Catering0308818942Kurfürstendamm 195, 10707 Berlin
4.0 stars -
"Ob es wirklich die beste Berliner Currywurst ist, weiß ich nicht, aber sie ist sehr gut!" Ehemalige UserZu erst der Hinweis, das der hier abgespeicherte Namen Bier's als Restaurant kaum einer auf dem Ku'damm kennt. Ku'damm 195 oder Curry 195 ist besser.
Dann weitere wichtig, dass hier vor ca. zwei bis drei Jahren der gesamte Komplex total renoviert wurde.
Und schließlich ist die vorhandene Bewertung von 2013 überholt.
Also, eine Pommes oder Currywurst-Bude ist sicherlich kein Sterne-Restaurant, aber es gibt Unterschiede und das ist der Grund, warum ich heute mal eine Pommessbude bewerte! Zu erst die Entscheidung ob mit oder
Wie ich schon vorher mal geschrieben habe, für uns führt kein Weg am Arema vorbei. In ruhe ausgiebig frühstücken, große Auswahl vom schnellen Frühstück (Croissant und Marmelade) bis hin zum umfangreichen. Frischer O-Saft, perfekter Cappuccino, und das zu einem günstigen und fairen Preis.
Heute habe ich noch ein Foto vom hinteren Bereich hochgeladen, denn es gibt hier die verschiedensten Möbel, teilweise richtig Vintage...
Fazit, auch in drei Monaten wieder ins Arema zum Frühstück (und nicht im Hotel)! Liegt übrigens ca. 30 Meter von der U-Bahn Turmstrasse entfernt.
Wie ich schon vorher mal geschrieben habe, für uns führt kein Weg am Arema vorbei. In ruhe ausgiebig frühstücken, große Auswahl vom schnellen Frühstück (Croissant und Marmelade) bis hin zum umfangreichen. Frischer O-Saft, perfekter Cappuccino, und das zu einem günstigen und fairen Preis.
Heute habe ich noch ein Foto vom hinteren Bereich hochgeladen, denn es gibt hier die verschiedensten Möbel, teilweise richtig Vintage...
Fazit, auch in drei Monaten wieder ins Arema zum Frühstück (und nicht im Hotel)! Liegt übrigens ca. 30 Meter von der U-Bahn Turmstrasse entfernt.
Arema Cafe und Restaurant
Arema Cafe und Restaurant€-€€€Restaurant, Cafe03050185736Birkenstraße 30, 10551 Berlin
4.0 stars -
"Alle bisherigen Bewertungen wurden erneut bestätigt...." Ehemalige UserWie ich schon vorher mal geschrieben habe, für uns führt kein Weg am Arema vorbei. In ruhe ausgiebig frühstücken, große Auswahl vom schnellen Frühstück (Croissant und Marmelade) bis hin zum umfangreichen. Frischer O-Saft, perfekter Cappuccino, und das zu einem günstigen und fairen Preis.
Heute habe ich noch ein Foto vom hinteren Bereich hochgeladen, denn es gibt hier die verschiedensten Möbel, teilweise richtig Vintage...
Fazit, auch in drei Monaten wieder ins Arema zum Frühstück (und nicht im Hotel)! Liegt übrigens ca. 30 Meter
Ich wollte heute einen Tisch für nächste Woche reservieren und landete per Anrufweiterleitung in der Basso Bar, die mir mitteilten, dass das Onyx geschlossen sei.
Schade...
Ich wollte heute einen Tisch für nächste Woche reservieren und landete per Anrufweiterleitung in der Basso Bar, die mir mitteilten, dass das Onyx geschlossen sei.
Schade...
stars -
"Restaurant geschlossen!" Ehemalige UserIch wollte heute einen Tisch für nächste Woche reservieren und landete per Anrufweiterleitung in der Basso Bar, die mir mitteilten, dass das Onyx geschlossen sei.
Schade...
Geschrieben am 10.01.2017 2017-01-10| Aktualisiert am
12.01.2017
Besucht am 29.12.20164 Personen
Rechnungsbetrag: 20 EUR
Wie oft sind wir hier im wahrsten Sinne vorbeigegangen. "Das ist doch viel zu edel...und wir in Jeans...." Gedanke, die uns bisher von einem Besuch abgehalten haben. OK, in der Tat ist dies kein Starbucks lud das Publikum ist entsprechend, aber auch mit Freizeitkleidung wird man hier nett begrüßt und zum Tisch (hoffentlich ist einer frei) begleitet. Es ist auch kein Problem, nur mal eben einen Kaffee oder Kakao zu trinken, was wir getan haben.
Und dafür eine Bewertung schreiben? JA! Denn solch einen Kakao oder besser heiße Schokolade habe ich in der Form noch nicht serviert bekommen. (Siehe Foto!!!!) Sehr kakaohaltige Schokolade in Kugelform, man könnte denken es ist eine Eiskugel, in einem Schälchen, dazu heiße Milch mit Stövchen - perfekt! Da macht es sogar Spaß, die reine Schokolade mal löffelchenweise zu naschen, lecker ;-).
Natürlich war auch der bestellte Tee und der Cappuccino perfekt, die Schokolade aber die Krönung.
Es handelt sich hier um eine sehr alte Gastronomie, alleine dafür ist es schon einen Besuch wert!
Wie oft sind wir hier im wahrsten Sinne vorbeigegangen. "Das ist doch viel zu edel...und wir in Jeans...." Gedanke, die uns bisher von einem Besuch abgehalten haben. OK, in der Tat ist dies kein Starbucks lud das Publikum ist entsprechend, aber auch mit Freizeitkleidung wird man hier nett begrüßt und zum Tisch (hoffentlich ist einer frei) begleitet. Es ist auch kein Problem, nur mal eben einen Kaffee oder Kakao zu trinken, was wir getan haben.
Und dafür eine Bewertung schreiben? JA!... mehr lesen
L'Oui · Grosz
L'Oui · Grosz€-€€€Restaurant, Bar, Cafe, Cocktailbar, Gaststätte, Festsaal030 652142199Kurfürstendamm 193/194, 10117 Berlin
5.0 stars -
"Ein Cafehaus der Extraklasse" Ehemalige UserWie oft sind wir hier im wahrsten Sinne vorbeigegangen. "Das ist doch viel zu edel...und wir in Jeans...." Gedanke, die uns bisher von einem Besuch abgehalten haben. OK, in der Tat ist dies kein Starbucks lud das Publikum ist entsprechend, aber auch mit Freizeitkleidung wird man hier nett begrüßt und zum Tisch (hoffentlich ist einer frei) begleitet. Es ist auch kein Problem, nur mal eben einen Kaffee oder Kakao zu trinken, was wir getan haben.
Und dafür eine Bewertung schreiben? JA!
Geschrieben am 10.01.2017 2017-01-10| Aktualisiert am
12.01.2017
Besucht am 28.12.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 26 EUR
Wer meine Bewertungen in den letzten Tagen verfolgt hat, hat festgestellt , dass wir mittags bei unseren Berlin-Städte-Reisen oft in die gleichen Lokalitäten gehen. Warum Gutes aus den Augen verlieren?
Mr. Hai am Olivaer Platz (Nähe Ku'damm) bietet immer einen Mittagstisch zu EUR 10,-- an.
Grüner Tee, Miso-Suppe und eine eigene Auswahl Sushi (allerdings kein Sashimi) zu einem mehr als fairen Preis von EUR 10,--. Das Sushi ist frisch zubereitet, man kann den Leuten im wahrsten Sinn auf die Finger schauen und die Auswahl ist Riesen groß.
Für Leute die kein Sushi mögen, gibt es auch einige Kleinigkeiten. Diesmal Sate-Spieße mit Erdnusssoße (EUR 5,40) und gegrilltes Hühnerfleisch (EUR 3,80), ebenfalls frisch zubereitet und große Portionen. Diese zwei "Kleinigkeiten" waren voll ausreichend.
Obwohl es etwas abseits ist, sind wir immer wieder überrascht wie voll es hier mittags ist. Trotz der hohen Nachfrage ist der Service freundlich und aufmerksam.
Wer meine Bewertungen in den letzten Tagen verfolgt hat, hat festgestellt , dass wir mittags bei unseren Berlin-Städte-Reisen oft in die gleichen Lokalitäten gehen. Warum Gutes aus den Augen verlieren?
Mr. Hai am Olivaer Platz (Nähe Ku'damm) bietet immer einen Mittagstisch zu EUR 10,-- an.
Grüner Tee, Miso-Suppe und eine eigene Auswahl Sushi (allerdings kein Sashimi) zu einem mehr als fairen Preis von EUR 10,--. Das Sushi ist frisch zubereitet, man kann den Leuten im wahrsten Sinn auf die Finger schauen und... mehr lesen
Mr Hai Kabuki | Sushi Bar
Mr Hai Kabuki | Sushi Bar€-€€€Restaurant, Sushibar, Catering03088628136Olivaerplatz 10, 10707 Berlin
4.0 stars -
"Ein Muss für alle Sushi-Fans in Berlin!" Ehemalige UserWer meine Bewertungen in den letzten Tagen verfolgt hat, hat festgestellt , dass wir mittags bei unseren Berlin-Städte-Reisen oft in die gleichen Lokalitäten gehen. Warum Gutes aus den Augen verlieren?
Mr. Hai am Olivaer Platz (Nähe Ku'damm) bietet immer einen Mittagstisch zu EUR 10,-- an.
Grüner Tee, Miso-Suppe und eine eigene Auswahl Sushi (allerdings kein Sashimi) zu einem mehr als fairen Preis von EUR 10,--. Das Sushi ist frisch zubereitet, man kann den Leuten im wahrsten Sinn auf die Finger schauen und
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Doch dann setzte der Health-Boom, von vielen heute noch als „veganer Wahnsinn“ bezeichnet, ein und brachte einen immer noch andauernden Wandel unserer komplett langweiligen, total antiquierten Fastfood-Kultur mit sich. Street Food klang ja auch viel abenteuerlicher als sein auf Schnelligkeit reduzierter „Vorfahre“ und war plötzlich in aller Munde. „Pulled Pork“, „Dumplings“ und avantgardistisch anmutende Kreationen wie der „Chimichurri-Peanutbutter-Bergkäse-Bacon-Burger“ wurden aus umgebauten Kleintransportern, den sogenannten „Food-Trucks“, für die in der Schlange wartenden, manchmal auch leer ausgehenden „Slow-Foodies“ frisch zubereitet. Da war der Unterschied zu den üblichen Verdächtigen aus dem aufklappbaren Pappquader natürlich sofort schmeck- und auch sichtbar.
Die ersten Rauchzeichen einer kulinarischen Revolution der deutschen Imbisslandschaft entwichen aromatisch ihren Smokern und brachten etwas ins Rollen, was sich auch auf die Gastroszene erheblich auswirken sollte. So schossen in den letzten zehn Jahren eine ganze Reihe von Burgerläden bzw. -ketten aus ökologisch bewirtschaftetem Boden. „Bio“, „regional“ und „nachhaltig“ wurden zu den kulinarischen Hauptargumenten der neuen „Burger-Initiative“. Buletten aus minderwertigem Fleisch verschwanden in die tiefgekühlten Abgründe der Systemgastronomie. Ein neues Qualitätsdenken hatte eingesetzt und unserer Definition von Fastfood neuen Anspruch verliehen.
Allein in Karlsruhe kann man bei der Anzahl der neuen „Burgereien“, wie eingangs schon erwähnt, schnell den Überblick verlieren. War das „American Diner“ in Durlach im Jahre 2006 noch allein auf weiter Flur, haben sich mittlerweile kleinere und größere Ketten in der Fächerstadt angesiedelt. „Hans im Glück“, „Bratar“, „Liebesbeef“ und „Charles Oxford“ blasen zur „badischen Burgeroffensive“ und repräsentieren allesamt eine gehobene Imbisskultur, bei der das frisch gewolfte Qualitätsfleisch perfekt gebraten und sehr variantenreich „aufgemotzt“ zwischen Buns vom „Bäcker So-und-so“ platziert wird.
Vom seit Dezember 2015 in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Pizza-Services ansässigen „DeliBurgers“ nahm ich erst vor ein paar Wochen Notiz, als ich zufällig daran vorbei fuhr. In Studentenkreisen gilt der kleine Burgerladen wohl schon länger als Geheimtipp. Nach der guten Erfahrung im „Bratar“ vor knapp zwei Jahren, war es mal wieder an der Zeit, einen neuen Buletten-Betrieb in KA kennen zu lernen.
Es war gegen 14 Uhr als wir durch die Glastür schritten und die Stufen zur etwas erhöht positionierten Bestelltheke mit dahinter liegender Burger-Brat-Küche erklommen. Eine Schiefertafel über dem Tresen verkündet das Speisen- und Getränkeangebot, die junge Dame dahinter erklärte uns „Neulingen“ kurz das System und das lautete hier „Self-Service“. Auf der Holztheke fallen mir gleich ein paar Bierflaschen ins Auge. Zweimal Unbekanntes von Alpirsbacher („KlosterStoff“ und „Kleiner Mönch“…man geht ja mit der Zeit) ein „Naturradler“ von Hochdorfer und – Jubelschrei! – ein „Surfers Ale“ von Hopfmeister (4 Euro), einer Münchner Braumanufaktur, die auch in „Craft“ macht.
Die freundliche Dame, die unsere Bestellung entgegen nahm und sich danach am Grill zu schaffen machte, um unsere „DeliBurgers“ zu braten, erklärte mir, dass ein regelmäßig wechselndes Angebot an Craft Bieren zum Konzept gehöre. Soso. Na dann kann man sich ja hier auf längere Sicht schön durchprobieren. Der freundliche Facebooker würde an dieser Stelle wohl „gefällt mir“ drücken.
Als „Burger-Special“ gab es an diesem Tag den „Krautigen“. Ein 180 g schweres Patty mit Burgersoße und Krautsalat im Brioche-Brötchen für 7,50 Euro. Die Freude einer später hier einkehrenden Mutti über dessen saisonales „Burger-Comeback“ schien echt zu sein. Um die kalten Wintertage besser zu überstehen wird zusätzlich eine heiße Knochenbrühe vom Rind (0,25l für 4 Euro) angeboten. Sonst gibt es hier im Grunde nur Burger und Fritten. Letztere sind hausgeschnitzt und kommen mit selbstgemachten Soßen (z.B. orientalische angehauchtes Ketchup oder Senfmayo) auf den Teller.
Den Jungs und Mädels von „DeliBurgers“ geht es um den reinen, unverfälschten Geschmack. Das schreiben sie sowohl auf ihrer Homepage, als auch auf der ersten Seite der Speisenkarte. Deswegen wird auch alles, was möglich ist, selbst hergestellt. Frisch gewolftes hochwertiges Rindfleisch vom Kultmetzger „Glasstetter“, selbstgestanzte Pommes, eingelegte Zwiebeln und Gurken sowie hausgemachter Eistee unterstreichen den Wunsch nach „pure fresh flavour“.
Das Angebot ist übersichtlich. Fünf verschiedene Burgervarianten stehen zur Auswahl. Die 180 g schweren Pattys kommen entweder „englisch“, „medium“ oder „durch“ vom Grill. Je nach Gusto. Auch ein „Vegetarier“ hat sich zwischen die von der Karlsruher Bäckerei „Reinmuth“ gefertigten Brioche-Brötchen geschlichen. Ich orderte den „Purist“ (Burger ohne alles für 6 Euro) und ließ ihn mit ein paar Scheiben knusprigem Bacon (1 Euro Aufpreis) und eingelegten Gurken (0,50 Euro Aufpreis) zusätzlich bestücken. Der Bacon musste sein, das war ich dem Schinkengott „Glasstetter“ aus Malsch einfach schuldig. Meine Begleitung gelüstete es nach dem „Cheeseburger“ (8 Euro), der mit Schwarzwälder Bio-Käse, Zwiebeln und Gurken veredelt war. Dazu ein paar frische Fritten (3,50 Euro), die inklusive zweier Soßen offeriert wurden. Eine Rhabarberlimo (3 Euro) von der Manufaktur „Proviant“ aus Berlin-Kreuzberg komplettierte unsere Bestellung.
Wir setzten uns an einen der länglichen Holztische, die etwas an Biergarnituren erinnerten. Viel blankes, recht unbehandeltes Holz, das einfach nur lackiert wurde, bot hier die rustikale Unterlage für Teller und Gesäß. Zwei Stehtische waren gleich neben dem Eingang postiert. Auf jedem Tisch befand sich eine kleine Holzkiste mit Servietten, Besteck, Salz & Pfeffer sowie eine fermentierte Chilli-Sauce, die den lustigen Namen „Palzpepper“ trug und vom Pfälzer Kommunalpolitiker und Musiker Andy Becht aus Pfälzer Jalapeños, Chillis, Tomaten und Paprika hergestellt wurde. Ich war erstaunt. Da musste man erst nach Karlsruhe fahren, um so eine sensationell fruchtig-scharfe Chillisauce aus der heimatlichen Pfalz zu entdecken. Sachen gibt’s…
Die Einrichtung des kleinen Burgerladens wirkte sympathisch reduziert. Von der Decke baumelten Glühbirnen mit Lampenschirmen aus einfachen Einmachgläsern. An den Wänden zollte man den Machern der hier verwendeten Produkte eingerahmten Respekt. In Raummitte befand sich ein schlicht in Betongrau gehaltenes Waschbecken mit gebogenem Wasserhahn aus Messing. Den verschmierten Pommes- oder Burgerfingern konnte man hier gleich zu Seife rücken.
Mit Kreide stand an einer Tür geschrieben, dass man hier die Pommes-Portionen eher etwas kleiner hält, um das Wegschmeißen von Lebensmitteln zu minimieren. Ein guter und richtiger Gedanke, zumal man bei Bedarf einen kostenfreien Fritten-Nachschlag bekommt. Uns hat die Portion absolut gereicht. Nach angenehmer Wartezeit konnten wir sie zusammen mit unseren saftigen frisch zubereiteten Medium-Burgern am Tresen abholen.
Schon beim ersten Biss war er da – dieser reine, unverfälschte Fleischgeschmack, den ich in einem solchen Bulettenbröchen amerikanischer Provenienz schon gar nicht mehr vermutete und der schon fast aus meinem kulinarischen Gedächtnis verschwunden war. Zusammen mit dem kross angebratenen Speck, dem Salatblatt und der Gurke war das ein beeindruckendes Geschmackserlebnis, das sich auch gut mit dem Münchner Craft Beer vertrug. Klar wunderte ich mich über die fehlende Tomate, aber die hat nun mal bei uns im Winter keine Saison. Vielleicht liegt sie ja in der wärmeren Jahreszeit zwischen dem Patty und dem herrlich fluffigen Brioche-Bun.
Der Rindfleischsaft aus dem Patty tropfte ein wenig auf unsere frittierten Kartoffelstäbchen, denen man vorher noch nicht einmal die Haut abgezogen hatte. Warum auch? Die schmeckt auch frittiert ganz prima und ich wunderte mich an diesem Nachmittag nicht zum ersten Mal. Wir dippten die „Hausmannspommes“ in die kleinen Soßenschälchen und waren uns einig, dass wir hier noch öfters einkehren werden. Die Portionsgröße des Burgers war absolut ausreichend und wir verließen mit einem sehr angenehmen Bauchgefühl das „DeliBurgers“. Kompliment, Herr Möller, für dieses in sich stimmige Konzept, das mit hochwertigen Produkten aus der Region geschmacklich überzeugen konnte. Gerne wieder.